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Gedanken zum Hochwasserschutz – Teil 2 (Risikovorsorge)

Erstellt von: Andreas Schlenkhoff

An dieser Stelle möchte ich Sie auf unterschiedliche Informationsquellen über Strategien des Hochwasserschutzes hinweisen, die auch beim Wiederaufbau nach den verheerenden Hochwasserschäden eine Hilfe sein können.

Zusammen in einem Autorenteam des HochwasserKompetenzCentrum e.V. (HKC) haben wir versucht eine leicht verständliche Handleitung für sogenannte Stakeholder oder Multiplikatoren mit dem Fokus auf Risikovorsorge zu verfassen. Aus dem Vorwort:

„In Zeiten des Klimawandels treten Naturgefahren wie Hochwasser wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung. Gerade die letzten 10 bis 15 Jahre haben gezeigt, dass die Schäden sehr große Ausmaße annehmen können und jeder betroffen sein kann. Auf der einen Seite ist es daher dringend geboten den Klimawandel zu begrenzen. Auf der anderen Seite müssen wir uns anpassen und die Risiken vermindern.

Überregionaler Schutz, wie durch Deiche wird immer durch die Gemeinschaft, den Bund, die Länder oder die Kommunen getragen werden. Individuellen Schutz und Vorsorge kann aber nur der Einzelne erreichen. Hierbei gilt es Risiko und Schutzbedürfnis richtig einschätzen zu können. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass Risikobewusstsein, Erkenntnis zu Schadensabläufen und das daraus resultierende Handeln nicht im Einklang stehen. Informationen über die richtige Einschätzung der Gefahren und Risiken müssen transportiert werden. Und zwar nicht nur über Videos oder Hochwasserschutzfibeln, die manchmal mehrere hundert Seiten stark sind, sondern durch Multiplikatoren wie Sie, als angehende »Klimastrategen«, Bürger‐Initiativen und Vereine. Nach den letzten Hochwassern in Köln haben sich daher gleich mehrere Vereine gebildet, die sich die Verbesserung des Hochwasserschutzes, die Verminderungen der Schadenspotenziale und die objektive Bewertung zu Eigen gemacht haben. Einer dieser Vereine ist das in Köln ansässige HochwasserKompetenzCentrum e.V. (HKC). Jahrelanges Handeln, Diskutieren und Mitbestimmen führt zum Schluss immer zu einer Reduzierung der potentiellen Schäden. Da Naturgefahren nicht mit Sicherheit, sondern nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit an einem Ort auftreten werden, bleibt es zum Schluss eine Risikoabwägung des Einzelnen, wie er Vorsorge begreift und ob und wie er die unterschiedlichen Risiken absichert. Vorsichtiges und bedachtes Handeln gegenüber Naturgefahren steht immer an erster Stelle. Vorsorge kann Schäden erheblich vermindern. Die dann noch verbleibenden finanziellen Schäden lassen sich meistens über geeigneten Versicherungsschutz abdecken. Nun gilt es eine Balance zwischen Nutzen und Kosten zu finden. Hierbei muss nach individuellen und tragbaren Lösungen gesucht werden.“

Die Broschüre des HKCs finden Sie hier:

Hochwasser und Starkregen – Gefahren – Risiken – Vorsorge und Schutz, Juni, 2017

Andreas Schlenkhoff